Martin Luther // HistoriAquis Hingucker



Zweimal im Jahr präsentieren das Apollo Kino & Bar und der Förderverein des historischen Instituts der RWTH Aachen Filme mit historischen Hintergrund. Es handelt sich um Spielfilme, die durch eine Einführung von Dozenten inhaltlich in einen historischen Kontext geführt werden.

Martin Luther beschließt, in Erfurt im Jahre 1505 dem Augustinerorden beizutreten. Seine Zweifel und Fragen kann er jedoch weder dort noch auf einer Pilgerfahrt nach Rom lösen. Erst viel später, als Professor der Theologie in Wittenberg, findet er im Studium im Neuen Testament Antworten auf seine Fragen.
Er entdeckt den Kernpunkt des Glaubens, die Gnade Gottes. Nun beginnt sein Widerstand gegen die Missbräuche der katholischen Kirche. 1517 hängt er an die Tür der Wittenberger Schlosskirche die berühmten 95 Thesen auf. Es folgen der Disput in Leipzig, der päpstliche Bannstrahl und sein Exil auf der Wartburg …
Ein packendes, historisches Drama über den Reformator Martin Luther und die Entstehung der protestantischen Kirche.

Hintergrund:
Der von US-amerikanischen Lutheranern finanzierte Film, wurde von Louis de Rochemont und der RD-DR Corporation in Zusammenarbeit mit der Lutheran Church Productions und der Luther-Film-Gesellschaft M.B.H. produziert und stellte damit die erste amerikanisch-deutsche Koproduktion nach dem Krieg dar. Die Filmregie führt der Hollywood-Regisseur Irving Pichel, der sich seinen Namen durch Horrorfilme und B-Western gemacht hatte. Eine schriftliche Bemerkung zum Beginn des Filmes lautet: „Diese Verfilmung eines entscheidenden Zeitabschnittes der Geschichte ist das Ergebnis sorgfältiger Forschungen über Ereignisse und Verhältnisse im 16. Jahrhundert, wie sie uns die historischen Quellen übermitteln.“ Diese Forschungen waren von den Kirchenhistorikern Theodore G. Tappert und Jaroslav Pelikan, die damit Allan Sloane und Lothar Wolff unterstützten, vorgenommen worden.

Der Film wurde in Westdeutschland in den Afifa Film Studios in Wiesbaden, Hessen gedreht. Weitere Drehorte waren in Eltville am Rhein in Hessen, dort unter anderem auch das Kloster Eberbach sowie das Kloster Maulbronn in Maulbronn, Baden-Württemberg. Außerdem wurde auch noch in Rothenburg ob der Tauber, Bayern gedreht. Die Musik wurde von Mark Lothar komponiert und vom Philharmonischen Orchester von München gespielt.


Rahmenprogramm „Das Ringen um den rechten Glauben“ im Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum
Gefördert als Ausstellungsprojekt von „besonderem Bundesinteresse“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien