Cinéfête

Film ist Kunst // Im Vergleich mit Kunstformen wie Musik, Bildhauerei oder Malerei ist der Film extrem jung. Die ersten bezahlten Filmvorführungen bestanden aus Szenen, die nur wenige Sekunden lang waren und weniger als Geschichten und mehr als Attraktion funktionierten. Dies war im frühen 20. Jahrhundert. In nur etwa 100 Jahren entwickelte sich der Film zu einem universellen Medium, das auf der ganzen Welt gesehen, erlebt und gefühlt wird. Die ungemeine Vielfalt des filmischen Mediums erlaubt es Regisseuren weltweit, ihre Ideen und Visionen zur Schau zu stellen, sie mit Anderen zu teilen und ihr Publikum zum Lachen, Weinen oder Nachdenken zu bringen.

Film ist Kultur // Ein Film kann vieles sein, doch in erster Linie ist er ein Fenster in eine andere Welt. Er öffnet uns den Weg in fremde Gedanken- und Gefühlswelten und zeigt uns das Leben durch die Augen seiner Figuren. Als solches sind Kino und Film ein fester Bestandteil unserer Kultur und dienen dem Austausch und der Kommunikation zwischen Menschen, egal wie weit sie räumlich oder geistig voneinander entfernt sind.

Film ist Bildung // Als Initiative der AG Kino – Gilde, dem Verein deutscher Programmkinos und Filmkunsttheater, verfolgen BRITFILMS & CINÉFÊTE seit inzwischen fast zwei Jahrzenten ein klar definiertes Ziel. Die fremdsprachigen Schulfilmreihen touren jährlich mit einer Auswahl von Filmen durch deutsche Kinos und richtet sich an LehrerInnen, die ihren Fremdsprachenunterricht aus dem Klassenzimmer in den Kinosaal verlegen wollen. Für die Schüler ermöglicht dies nicht nur einen praktischen Umgang mit der Fremdsprache, es bietet außerdem einen Einstieg in die faszinierende Welt des Films mit all ihren unzähligen Möglichkeiten.

Film ist Kino // Im Zeitalter von Streaming-Diensten werden Sinn und Zweck von Lichtspielhäusern gerne in Frage gestellt. Und obwohl besagte Dienste ihren Kunden einen hohen Level an Komfort bieten, werden Sie einem Kinobesuch niemals das Wasser reichen. Warum nicht? Weil Film ein Massenmedium ist, das seine Zuschauer zum Nachdenken, Nachfühlen und Diskutieren anregt. Filme sind „soziale Kunstwerke“, die nicht alleine im stillen Kämmerlein, sondern im abgedunkelten Saal voller Mitmenschen genossen werden müssen. Und genau aus diesem Grund wird die schöne Tradition des Kinoerlebnisses niemals verschwinden.


Der französische Film // Ein Gespräch über die Geschichte von Film und Kino ist nicht komplett, ohne über die essentiellen Beiträge der Grande Nation zu sprechen. Schließlich reicht die Tradition der laufenden Bilder in Frankreich bis ins Jahr 1895 zurück, als die Brüder Lumière in Paris einige der frühsten Filmvorführungen veranstalteten und somit zu den Pionieren des modernen Kinoerlebnisses gehören.

Über die Jahrzehnte hat sich im internationalen Kino viel geändert, der Einfluss französischer Filmemacher blieb jedoch eine Konstante. Namen wie George Méliès, der mit „Le voyage dans la lune“ („Die Reise zum Mond“) schon 1902 einen überdauernden Klassiker des Science-Fiction-Genres schuf, sind jedem Cineasten bekannt. Ebenso Jean-Luc Godard, François Truffaut, Jacques Rivette und Claude Chabrol, die als Mitglieder der „Nouvelle Vague“ („Neue Welle“) nicht nur ihre Landsmänner beeinflussten, sondern auch über Ländergrenzen hinaus Filmemacher inspirierten und es auch heute noch tun.

Cinéfête wird geboren // Zum Anfang des neuen Jahrtausends beschloss das Europäische Parlament, 2001 das europäische Jahr der Sprachen auszurufen. Ziel war es, die Verständigung der europäischen Völker untereinander zu fördern und den Umgang miteinander besser zu gestalten. In diesem Rahmen wurde von der Französischen Botschaft in Deutschland und dem Institut Français, einem bundesweiten Netzwerk für kulturelle Bildung, auch die Cinéfête ins Leben gerufen. Seit 2004 wird die Schulfilmreihe von der Französischen Botschaft, dem Institut Français und der AG Kino – Gilde, dem Verband deutscher Programmkinos und Filmkunsttheater, veranstaltet.

Gegenwart und Zukunft // Im Schuljahr 2017/2018 tourt Cinéfête bereits zum achtzehnten Mal durch Deutschland und ist somit älter als die meisten SchülerInnen, die teilnehmen. Nach 18 Jahren Wachstum ist Cinéfête eine traditionsreiche Größe im bundesdeutschen Kulturkalender mit über 100 teilnehmenden Kinos und rund 100.000 jungen Besuchern pro Jahr. Der Leitsatz von Cinéfête ist die Erweiterung von Horizonten, das Fördern kultureller und sprachlicher Bildung und nicht zuletzt auch der Einblick in andere Leben und Lebensweisen. Kurzum: Alles das, was Kino kann.


FAQ

Was ist CINÉFÊTE?
CINÉFÊTE ist eine Schulfilmreihe, die von der  AG Kino – Gilde ins Leben gerufen wurde. Jährlich touren die ausgewählten Filme zwischen September und Juli durch teilnehmende Kinos in allen deutschen Bundesländern.

Wür wen ist CINÉFÊTE geeignet?
CINÉFÊTE richtet sich an (Französisch)LehrerInnen, die ihren Lehrplan um ein aufregendes, unterhaltsames und lehrreiches Erlebnis bereichern wollen. In unserem Programm finden sich geeignete Filme für Kinder und Jugendliche aller Schul- und Altersklassen.
Auch Privatpersonen sind herzlich willkommen. Das finale Programm veröffentlichen wir eine Woche vor Festivalstart, also am Mo., 20.11.2017.

In welcher Sprache laufen die Filme?
Da wir den Schülern einen praktischen Umgang mit der Fremdsprache ermöglichen wollen, laufen alle Filme im französischen Originalton mit deutschen Untertiteln.

Stehen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung?
In Kürze mehr

Wie nehmen wir teil?
Bitte füllen Sie das unten stehendes Formular aus und wählen die entsprechende Vorstellung. Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Richtlinien für einen Besuch im Rahmen der Cinéfête. Eine Übersicht aller Spielzeiten finden Sie hier: Spielplan. Der Eintritt beträgt 3,50 € p.P., begleitende Lehrer frei.

Anmeldeschluss ist Montag, 20.11.2017



Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Apollo Kino & Bar
Simon Kluge
s.kluge@apollo-aachen.de

Deutsch-französisches Kulturinstitut Aachen
info@dfki-aachen.de